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6-Tages-Erkundungsritt zur Ostseeküste vom 18.-23. Mai 2010

 

 

1. Tag

Am ersten Tag führte uns unser Weg durch bekanntes Terrain vorbei an Feldern und Wiesen. Dabei ging es größtenteils neben Straßen entlang, wo die Pferde auf den Grünstreifen laufen konnten. Weiter ging es am Elbe-Lübeck-Kanal entlang. Nach dessen Überquerung kamen wir in ein Waldstück und unterquerten die A24. Wir kamen an einem Segelflugplatz vorbei und fanden wir einen schönen Waldweg. Dann erreichten wir Brandt´s Gasthof am Drüsensee. Dort legten wir eine Mittagspause ein. Brandt´s Gasthof zeichnet sich durch freundliche Pferdeversorgung aus und ist ideal für Wanderreiter geeignet. Im anschließenden großen Wald gab es gute reitbare Wege. Unterwegs haben wir die ersten Rehe gesichtet. Wir wurden von diesen beobachtet und dann verschwanden sie im Wald. Leider dürfen manche Wege nicht beritten werden, wodurch wir einen leichten Umweg machen mussten. Rechtzeitig erreichten wir unser Tagesziel, den Heidehof in Sterley. Auf dem Reiterhof konnten wir die Pferde auf einer großen Koppel unterbringen. In einem großen Schlafsaal unterm Schrägdach haben wir unser Matratzenlager bezogen. Dafür brachte Anita unsere Sachen und Schlafsäcke. Diese brauchten wir nur diese Nacht. Am Abend saßen wir gemütlich beim vegetarischen Abendessen. Wir hatten auf ein gemütliches Beisammensein mit den Leuten vom Hof gehofft, war aber nicht so.

 

2. Tag

Als wir früh aufwachten kam gerade ein Regenschauer herunter. Pünktlich zum Frühstück riss der Himmel auf und wir konnten trocken unsere 2. Etappe antreten. Den Eichenhorstwald mussten wir umgehen, da dieser u.a. für Reiter gesperrt ist. Trotz einiger Tourenänderungen fanden wir teilweise gute reitbare Wege. Der Wettergott war uns gnädig. Habe mich wegen des zu erwarteten schlechten Wetters zu warm angezogen. Wir umritten ein See, erreichten die B103 und passierten die ehemalige innerdeutsche Grenze. Von dieser ist heute nichts mehr zu sehen. Nur eine große Tafel weißt auf diese Stelle hin. Somit haben wir Schleswig Holstein verlassen und erreichten Meck-Pomm. Auch haben wir einige Rehe und Feldhasen gesichtet. Plötzlich verlor Aurea ein Eisen. Von da an ging es die nächste Stunde im Schritt bis zum „Alter Gutshof“ in Demmern. Dorthin brachte uns Anita das Werkzeug für die Hufeisen. Die Reparatur war erfolgreich. Das Eisen hielt bis zum Schluss. Auf Grund der Verspätung haben wir uns entschlossen den direkten Weg zu unserem nächsten Quartier zu nehmen. Wir brauchten keine Stunde bis zum „Storchenhof Ciconia“ in Dorf-Nesow. Dort wurden wir auf herzlichste von Monika & Mück sowie Anke begrüßt. Das reetgedeckte Bauernhaus ist ein ehemaliger Reiterhof, heute leider ohne Pferde. Doch die Infrastruktur für Pferde ist noch vorhanden. Mück ist wohl Deutschlands größter Bulli-Fan, wo wohin man schaut findet man den VW-Transporter als Bild oder Modell. Ein richtiger T1 steht auch auf dem Hof. Fahrzeug und Besitzerin sind im gleichen Alter und beide (eigentlich alle drei) sind noch gut in Schuss. Nach dem Abendessen fanden wir uns zu einem gemütlichen Beisammensein mit Monika. Sie ist früher geritten und hat mittlerweile 30 Jahre nicht mehr im Sattel gesessen. Ein Umstand, den wir umgehend beenden mussten.

 

3. Tag

Nach dem rustikalen Frühstück hieß es wieder Pferde fertig machen. Dann war es soweit: Monika setzte sich nach 30 Jahren wieder auf ein Pferd, auf Memie. Sie sah aus wie ein strahlendes Kind. Die Freude war ihr anzusehen. Doch dann hieß es Abschied nehmen. Der Weg führte uns vorbei an vielen Rapsfeldern, die in voller Blüte standen. Nach Unterquerung der A20 kamen wir an einer Baustelle für Windkraftanlagen vorbei und erreichten ein Waldstück. Im Wald mussten wir die Bahnstrecke Wismar-Rostock queren. Die Anrufschranke war geschlossen und wird nur auf Bedarf geöffnet. Ich betätigte den Rufknopf. Die Stimme des Fahrdienstleiters war aber alles andere als verständlich. Nach einigen Minuten kam dann eine Regionalbahn und die Schranken öffneten sich. Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Gasthaus „Unter Den Linden“ in Börzow. Auch hier wurden wir sehr freundlich begrüßt. In dieser urigen Gaststätte ist wohl die Zeit stehen geblieben. Die Karte, die Preise, so ziemlich alles hier erinnerte mich an DDR-Zeiten. Nach der ergiebigen Pause mussten wir zurück durch den Ort. Im Versammelten ging’s einen schönen Waldweg entlang. Weiter ritten wir an vielen blühenden Rapsfeldern vorbei. Dort konnten wir einen Feldhasen beobachten, der in einem solchen verschwand. Auch einen Storch haben wir gesichtet, der unbekümmert auf einem Feld gelandet ist. In Rodolfshagen kamen wir an einer Koppel vorbei, als plötzlich ein Haflinger über den Zaun sprang. Er hatte sich wohl gesagt, da geh ich mal eben mit. Er tänzelte um uns herum und stellte sich mehrmals in den Weg. Während Memie relativ ruhig blieb, wurde Aurea etwas unruhig. Wir setzen aber unseren Weg unbeirrt fort bis endlich die Besitzer im Auto hinterherkamen und den Ausreißer wieder heimführten. Er wäre sicher noch weiter mitgekommen. Ziel der 3.Etappe war Thorsdorf. Hier hatten wir eine Ferienwohnung, die uns die nächsten Tage als Basislager diente. Bei unserer Ankunft wurden wir von einer kleinen „Horde“ von Kindern begrüßt. Die Pferde waren für die Kleinen was Besonderes. Am amüsantesten war aber eines der kleinen Mädchen. Es hatte viele Fragen an uns: Wie heißt denn das Pferd? Warum macht das Pferd das? Was machst Du da? Es war manchmal gar nicht so einfach eine kindgerechte Antwort zu finden. Zum Einkaufen stellte uns der Vermieter sein Fahrzeug zur Verfügung. In Grevesmühlen deckten wir uns im Supermarkt ein. Das schöne Wetter verlangte gerade dazu im Freien zu Abend zu essen.

 

 

4. Tag

Für die nächsten zwei Tage waren Sternritte geplant. Darum müssen wir nicht ein bestimmten Ziel erreichen und hatten somit keinen Zeitdruck. Wir konnten ausschlafen und haben etwas später gefrühstückt als sonst. Es war Kaiserwetter, nur vereinzelt zeigten sich ein paar Schäfchenwolken. Der Tag stand unter dem Motto „Die Ostsee ruft“. Es waren nur noch wenige Kilometer dann breitete sich vor uns die Küste aus. Wie für uns geschaffen ritten wir am Hundestrand. Hier waren Tierfreunde unter sich. Wir hatten vor westwärts am Strand Richtung Boltenhagen zu reiten. Das Rauschen der Wellen empfanden wir als angenehm, aber unsere Pferde nicht. Die waren nicht begeistert und ließen sich so gut wie gar nicht, wenn auch nur mit den Hufen, ins Wasser führen. Leider wurde der Strand immer steiniger und wir mussten umkehren. Am Ortsausgang entdeckten wir einen Weg oberhalb an der Steilküste entlang. Er führte durch eine Schatten spendende Baumallee, nur zweimal unterbrochen durch einen Einschnitt in der Steilküste. Wir fanden es einfach geil. Nach mehreren Kilometern war der Weg plötzlich zu Ende. Uns blieb nur die Möglichkeit weiter am Feldrand entlang zu reiten. Kurz darauf erreichten wir die Straße nach Boltenhagen. Unsere Mittagespause verbrachten wir im „Tarnitzer Hof“ Dort feierte eine Gesellschaft eine goldene Hochzeit, die von Kremsern abgeholt wurden. Ein Small Talk mit dem Kutscher blieb nicht aus. Auf dem Rückweg durch Boltenhagen wurden wir angesprochen: „Ihr seht ja aus wie beim Karl-May-Fest“. Recht hatte der Mann, ein Dresdner. Elke hat an der Sternreiterparade teilgenommen. Eigentlich gehen wir nicht gerne denselben Weg zurück, aber es hat uns so gut gefallen. Doch als wir die wieder die Hauptstraße erreichten entdeckten wir einen Weg direkt zur Küste. Aber dann war er so zugewachsen, dass ein Weiterkommen auch mit Absteigen nicht möglich war. Also umkehren und den alten Weg entlang. Es muss wohl der Weg gewesen sein, der beim Hinritt plötzlich aufhörte. Elke und Peter hatten wegen des sehr guten Wetters keine Chaps angezogen, was sich dann auch rächte. Es waren aber nur kleine Blessuren. Diesen Tag saßen wir nicht so lang im Sattel wie die ersten drei Tage. Wir haben das erlebt, was wir uns erhofft hatten. An diesem Tag hatte Anita Geburtstag. Am Abend besuchte sie uns mit den Kindern.

 

 

5. Tag

Dieser Tag war als Erkundung zur Küste Richtung Wismar geplant. Der Himmel hing voller Wolken und es war kühler als gestern. Wir wollten der Karte nach einen Küstenweg nehmen. Leider versperrte uns ein Schild „Privatweg“ den Weg und wir mussten noch bis Beckerwitz Ausbau neben der Straße weiter reiten bis wir links in einen Feldweg einbiegen konnten, der uns zur Küste führte. Dort bogen wir rechts ab auf einen schönen Weg oberhalb der Steilküste. An dessen Ende mussten wir einen Campingplatz durchqueren, wir stiegen ab und führten die Pferde. Dahinter waren alle weiteren Wege mit Reitverboten ausgeschildert. Schade. Hier ließen wir die Pferde grasen. Darauf hin kehrten wir um und folgten der Küste entlang bis wir auf eine Bungalowsiedlung stießen. Darin sprach man uns an, dass dies nicht erwünscht sei und wir es nicht zur Gewohnheit werden lassen sollen. Ein kurzes klärendes Gespräch ließ alle Zweifel ausräumen. Wenig später machten wir Pause in einer Pizzeria, wo uns der einzige Regenschauer während der ganzen Tour erwischte. Das machte uns aber nichts aus, denn wir waren darauf vorbereitet. Diesmal waren zeitig zurück, so dass Tier und Mensch relaxen konnten. Dann riss der Himmel auf. Peter zauberte wieder ein schmackhaftes Abendessen, was wir im Freien genießen konnten. Am Lagerfeuer kamen wir auch wieder mit anderen Feriengästen ins Gespräch. Vielleicht sehen wir die eine oder den anderen in Louisenhof wieder.

 

 

Letzter Tag

Diesmal war zeitiges Aufstehen angesagt. Wir hatten ein letztes Ziel zu erreichen. Zunächst ging es durch Felder und Wiesen, wo wir zwei Rehen begegneten. Wir folgten dem Radweg R1. In einen Wald beäugte uns ein weiteres Reh und verschwand darin. In Redewisch wurden wir freundlich von Kindern begrüßt. Wir erreichten die Küste. Die nächsten Kilometer waren die schönsten überhaupt. Ein Trampelpfad direkt oberhalb an der Steilküste mit Blick aufs Meer. Dieser beginnt höchstwahrscheinlich schon in Boltenhagen, was einer weiteren Erkundung bedarf. Der Trampelpfad ging in einen asphaltierten Radweg über, neben dem wir auf dem Grünen weiter reiten konnten. Einen Rastplatz nutzten wir zur Mittagspause. Kurz vor dem Ende unserer Tour schwenkten wir links nach Pötenitz ein und durchquerten einen Wald, wo wir einen letzten Galopp einlegten. Unser Ziel war die Gaststätte „Zur alten Scheune“. Dort waren wir mit Anita verabredet, um uns alle abzuholen. Memie wurde als erste verladen und nach Hause gefahren. In der Zwischenzeit gab´s Abendessen bis Anita wieder zurück war. Mit der zweiten Tour fuhren wir alle nach Louisenhof und unsere Reise war nun endgültig zu Ende.

 

 

Wir werden vor allem die vielen leuchtenden Mädchenaugen, die uns immer wieder begegneten, nicht so schnell vergessen. Auch unser Outfit fand vielerorts Begeisterung. Auf die Frage nach dem Woher und Wohin gab immer ein großes Erstaunen. Wanderreiter sieht man leider viel zu selten. Zugegeben, es war ein langer Ritt, aber für uns die schönste Art „Das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde“ zu erleben.

 

Elke & Andreas Jaeckel aus Dresden

 

 
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Tag der offenen Tür 08. Mai 2010

 

Die erste öffentliche Veranstaltung auf dem Louisenhof hat scheinbar nicht nur uns Veranstaltern viel Spaß gemacht. Das Wetter hätte für die Jahreszeit durchaus besser sein können, jedoch konnten alle Vorführungen im Trockenen stattfinden. Glücklicherweise gab es keine nennenswerten Mißgeschicke.

 

 

Wir konnten neben dem geführten Kinderreiten und gemütlichem Miteinander insgesamt drei Präsentationen durchführen.

Der erste Teil der Vorführungen war ein kurzes Pas de Deux der Foxtrotter-Halbgeschwister Hurrikan und Honey, vorgestellt von Claudia Holzmann und Heike von Pirch. Hier wurde der Hauptaugenmerk auf die speziellen Gänge der Foxtrotter gelegt.

 

 

Im Anschluß zeigte Peter Stößer auf Booger einmal mehr, was die Geschicklichkeit eines guten Wanderreitpferdes ausmacht. Unterstützt wurden beide dabei zeitweilig von der fünfjährigen Chouchou, die als Handpferd mitgeführt wurde.

 

 

Last but not least wurde eine Auswahl unser Zwerge an der Hand präsentiert. Wir stellten dabei unsere Zweijährigen Patty und Little sowie aus dem letzen Jahrgang den Schecken Joe sowie die lockige Sutaia vor, die zwischenzeitlich eine neue Besitzerin in Corinna Raum gefunden hat.

 

 

Es hat uns allen viel Spaß gemacht.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Helfern bedanken. Ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen.

Bitte schaut Euch in der Galerie doch alle Fotos an.

 
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Hoffest 2009

 

Am 20. September 2009 feierten wir unter dem Kombinationsmotto "Fohlenbier-verspätetes-Sommerfest-Felix-Anita-Peter-Begrüßungsfest-Betriebseröffnung-Louisenhof" ein kleines gemütliches Hoffest. Da wir alle vom Umzug und den wegen der Hoferweiterung notwendigen Umbauarbeiten noch völlig erledigt waren, ist es sehr kurzfristig angesetzt und auch klein gehalten gewesen.

Trotzdem hatten alle Anwesenden viel Spaß und die bereits vormittags gestartete Feier fand erst weit nach Mitternacht ein Ende. Das lag nicht zuletzt daran, dass es ein wunderbar warmer Spätsommertag war.

 

 

 

 
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5-Tages-Ritt nach Tschechien 2009

 

 

Am Vorabend

Endlich, es ist soweit. Wir sitzen noch einmal zusammen, um wichtige Verhaltensregeln zu besprechen. Es soll ja nichts schief gehen in den nächsten 5 Tagen.

 

Dienstag 26.05.09

Wir haben gut gefrühstückt und schreiten voller Tatendrang hinaus, um unsere Pferde zu holen. Sie erhalten noch einmal Kraftfutter, werden geputzt und gesattelt. Jeder hat nur das eingepackt, was in zwei Satteltaschen passt, und natürlich noch den Regenmantel, den wir hoffentlich kaum brauchen werden.

9.45Uhr setzt sich der 16-köpfige Tross in Bewegung. Der Himmel ist stahlblau und die Sonne lacht uns zu. Es wird ein sehr warmer Tag werden.

Unser Wanderreitführer ist wieder Peter auf Booger, dann folgen Katrin auf Misty, Andreas auf Jo-Jo, Elke auf Aurea (alles Foxtrotter), Anne auf Jimmy und Steffi auf Jonny (beides Quarter Horses), Geli auf Trixi (ein Traber-Mix) und Kraft auf Flic-Flac(ein Trakehner-Mix), die gute Seele unserer Gruppe als Nachhut, die natürlich nicht fehlen darf.

Wir reiten auf naturbelassenen Reitwegen durch den Tharandter Wald Richtung Klingenberg.

Steffi hat Probleme mit Jonny, aber nach einigen richtungweisenden Worten, läuft er wie am Schnürchen.

Leider haben viele Gaststätten am Dienstag Ruhetag. So kommen wir aber in den Genuss eines Highlights: Picknick auf der Wiese des Naturerlebnishofes „Weidegut“ in Kolmnitz. Nur der Himmel meint es nicht so gut. Ein erstes Gewitter bricht über uns auf dem Weg zur Krönertmühle herein. Über Sohra und Bobritzsch, werden noch zwei weitere folgen. Da aber zwischendurch die Sonne immer wieder scheint, kann uns das nicht unsere gute Laune verderben. Nach ca. 42km erreichen wir unser Tagesziel. Kaum, dass wir im Trockenen sind, ziehen weitere Gewitter herauf.

Anita kommt mit dem Pferdehänger und holt Aurea wieder ab, damit es für die werdende Mutter nicht zu viel wird. Dafür bringt sie Muchacho,einen anderen Foxtrotter, mit. Katrin fährt auch wieder mit zurück. Ich werde Misty weiter reiten.

Nachdem unsere Pferde versorgt sind, können wir auch den gegrillten Würstchen zu Leibe rücken.

Gegen 22.00Uhr fallen fast alle müde in ihre Betten.

 

 

Mittwoch 27.05.09

Die Wirtin der Krönertmühle hat den Frühstückstisch reichhaltig gedeckt. Wir essen ausgiebig und bereiten dann unsere Pferde für den weiteren Ritt vor. Es wird wieder sonnig und warm werden.

10.15Uhr brechen wir in Richtung Burgersdorf auf. Pferde auf den Koppeln wiehern uns nach. Es geht über die Kammstrasse nach Dorfchemnitz. Unterwegs stehen im Wald rechts und links unseres Weges viele ca. 2m hohe geschnitzte Holzfiguren. In Dorfchemnitz lassen wir unsere Pferde auf einer mit Wildblumen bewachsenen Wiese grasen. Die angrenzenden Gaststätte, in der wir zu Mittag essen wollen, macht leider erst 16.00Uhr auf. So reiten wir nach einer kurzen Pause nach Voigtsdorf. Hier befindet sich die „Alte Mühle“. Auch diese Gaststätte öffnet eigentlich erst 16.00 Uhr. Aber wir haben Glück, denn für hungrige Wanderreiter wird auch schon mal eher geöffnet. Die Pferde sind durstig. Wir erbitten uns einige Wassereimer und tränken sie aus dem nahe gelegenen kleinen Bach. Selbst können sie nicht hinein, denn das Ufer hat scharfkantige Steine.

Dann sind die bestellten Knoblauchwürste und Wiener warm und wir können selbst essen. Es ist sehr schön hier und wir könnten uns vorstellen, beim nächsten Ritt hier etwas länger zu verweilen und unser Nachtquartier hier aufzuschlagen.

Die Pferde dösen im Schatten als wir gegen 15.30Uhr nach Sayda aufbrechen. Die „Halang`s Station“, eine originelle Blockhütte, erreichen wir gegen 18.00Uhr nach ca.29km.

Im Vorfeld wurde hier eine Pferdekoppel gebaut und Nahrungsmittel für`s Abendbrot und Frühstück beim Besitzer der Hütte eingelagert. Das Wasser holen wir von einer alten Pumpe. Mit einem kleinen Trick füllen wir den Kanister auch ohne Trichter. Man muss sich nur zu helfen wissen. Es sind viele Kanister nötig, um die Wasserbottiche für die Pferde zu füllen. Die Männer haben inzwischen das Abendbrot vorbereitet. Es wird gegrillt. Plötzlich gibt es Bewegung auf der Pferdekoppel. Denn Muchacho, von Booger getrieben, kriecht einfach unter dem Koppelzaun, der stromlos ist, hindurch. Er marschiert immer wieder raus und rein. Bevor die anderen Pferde es ihm nach machen, müssen wir ihn an einer anderen Stelle unterbringen. Inzwischen werden die Schlafplätze verteilt. Ich habe Platzangst und schlafe lieber auf einer schmalen Bank, als in einem für mich zu niedrigen Schlafraum. Da ich aber die Einzige mit dieser „Magge“ bin , sind die Plätze schnell verteilt. Es ist alles sehr spartanisch. Für Kraft bleibt nur die Bank im Freien neben dem Feuer. Es wird eine kalte Nacht.

In der Nähe ruft ein Käuzchen und eine kleine braune Maus mit einem dunklen Alstrich auf dem Rücken flieht schnell in ein sicheres Versteck.

 

 

Donnerstag 28.05.09

Um 7.00Uhr stehen wir langsam auf. Der Toilettengang auf den „Donnerbalken“ lädt nicht zum Verweilen ein. Auch das Waschen im Freien mit dem kleinen kalten Rinnsal aus dem Kanister bringen wir schnell hinter uns.

Während zwei sich um das Essen und das Feuer kümmern, füttern, putzen und satteln die Anderen die Pferde. Booger hat eine Verletzung auf dem Rücken. Wenn sie ihm Schmerzen bereiten sollte, wird ein anderes Pferd an seine Stelle treten müssen.

Frühstücken im Freien, ums Feuer sitzend, den heißen Kaffee- oder Teepott in der Hand,schweigend dem morgendlichen Gesang der Vögel lauschend, so stellt man sich Wanderreiten vor. Eine kleine grüne Raupe inspiziert den Teller von Kraft.

Lange sitzen wir nicht, schnell noch Wasser zum Aufwaschen über dem Feuer warm gemacht und alles wieder in Ordnung gebracht, damit auch die Nächsten sich wohl fühlen können.

9.45Uhr verlassen wir den romantischen Ort in Richtung Seiffen. Leider verlässt uns nun das schöne Wetter und es beginnt zu regnen.

Was wir noch nicht wissen: der Regen wird uns bis zum Ende der Reise nicht mehr verlassen.

In Oberneuschönburg versuchen wir durch den Grenzfluss auf die tschechische Seite zu kommen. Bald merken wir, dass es nicht weiter geht. So müssen wir zurück. Peter versucht mit Booger, bei dem die Verletzung doch nicht so schlimm ist, erst einmal allein einen Weg zu finden. Dann folgen wir ihm durch das Wasser, langsam, hintereinander mit großem Abstand. Auf der anderen Seite warten wir, damit die zurückgebliebenen Pferde nicht in Panik geraten. Nun sind wir in Tschechien. Hier gibt es keine Reitwegekarten und so sind unsere Versuche weiter zu kommen oft mit einem Umkehren verbunden. An einer Stelle gibt es saftiges Gras für die Pferde. Nach einer Kurzen Pause steigen wir nicht wieder auf, sonder führen unsere Vierbeiner bis zur nahe gelegenen Gaststätte in Deutsch-Katarinenberg. Da es schon 13.30Uhr ist und es aufgehört hat zu regnen, wollen wir im Freien zu Mittag essen. Aber die Freude hält nicht lange an. Schon beginnt es wieder zu tröpfeln. Wir binden die Pferde an Bäume an und essen ausgiebig in der Gaststätte. 16.30Uhr reiten wir nach Kliny weiter. Ab und zu reißen die Nebelschwaden auf und machen den Blick auf eine wunderschöne Gegend frei.

Am Ortseingang begleiten uns hinter einem Zaun drei herrliche Pferde. Voran mit Imponiergehabe ein imposantes Kaltblut mit wehender heller Mähne.

18.00Uhr erreichen wir völlig durchnässt unsere Unterkunft. Unsere Gastgeber helfen uns beim Absatteln. Dann führen sie uns zur Koppel, auf der unsere Pferde die Nacht verbringen sollen. Um dort hin zu gelangen, durchqueren wir eine vorgelagerte Koppel. Plötzlich kommen die drei Pferde, die wir schon am Ortseingang gesehen haben, aus dem Nebel auf uns zu. Es ist wie ein Traum. Jäh werden wir aus diesem gerissen, als wir merken, dass uns jetzt kein Zaun mehr trennt. Ich halte Misty fest. Sie läuft im Kreis um mich herum und hinter ihr her der große schwarze Friese. Ich brauche einen Moment bis ich mich besinne und versuche mit dem Ende des Führstrickes den Fremden zu verjagen. Es ist ein richtiger Tumult. Gut, dass die Pferde trotzdem alle friedlich bleiben. So können wir sie ohne Verletzungen trennen. Aber es hätte schlimm ausgehen können.

32km liegen heute hinter uns. Wir freuen uns auf Knödel mit Gulasch und eine warme Dusche vorm zu Bett gehen.

 

 

Freitag 29.05.09

Auf der vom Sturm gepeitschten Esche vor unserem Fenster sitzt ein Buchfink. Sein helles Lied weckt mich am frühen Morgen. Es ist 5.30Uhr. Ich stehe auf und gehe mich waschen. Wir wollen heute zeitig aufbrechen, da ca. 40km vor uns liegen. Ein sehr reichhaltiges Frühstück erwartet uns. Auch selbst gemachter Ziegenkäse und Nutella verwöhnen unsere Gaumen. Noch regnet es nicht. Doch als wir die Pferde holen, beginnen die Mächte der Natur, über uns herein zu brechen.

Ein kalter stürmischer Wind, Nebel und Regen versagen uns den wild romantischen Weg durch die Schlucht. So kämpfen wir uns rechts der Straße auf dem Grünstreifen ins Tal. Lichtet sich der Nebel, können wir den riesigen Flaje-Stausee sehen. Wir reiten über die Staumauer. Plötzlich reist eine Windböe fast unsere Hüte weg und die Pferde drehen ihr Hinterteil in den Wind. Auf der Oberfläche des Sees haben sich kleine Schaumkronen gebildet. Am Ufer löschen ein paar Rehe ihren Durst. Was wäre das für ein Bild bei schönem Wetter.

Endlich erreichen wir den schützenden Wald. Hier kann uns der Sturm nichts anhaben. Zwei Hirsche, noch im Bast, verschwinden im Hochwald. Überall zwitschern und singen die Vögel.

Auf der Hochebene ergreift uns wieder der Sturm. Der Galopp über die traumhaften weiten Flächen ist in diesem Jahr kein Highlight sondern eine Strapaze. Dann steigen wir nach Moldawa hinunter. Nass und frierend erreichen wir gegen 12.15Uhr die Gaststätte zum Mittagessen. Die Pferde können auf der Wiese grasen. Der Wirt entzündet ein wohliges Feuer im Kamin, dass nicht nur uns wärmt, sondern auch unsere Sachen trocknet. Einige heiße Tees wärmen uns von innen.

15.00Uhr geht es weiter. Durch den Regen ist der Boden sehr aufgeweicht. Trotzdem können wir auf einigen Wiesen galoppieren. Aber wir sind dann doch froh, als wir nach 40km Tagesritt im Regen die Ferienpension „Laura“ in Hennersdorf erreichen. Die Pferde werden gefüttert und auf die Koppel gebracht. Anita bringt Aurea und nimmt Jimmy mit. Morgen werden wir in zwei Gruppen reiten: die Dreigänger mit Kraft und die Viergänger mit Peter als Reitführer. Anne hat morgen Geburtstag. Mein Geburtstagsgeschenk für sie ist der Heimritt auf Misty. So kann sie doch noch auf einem Foxtrotter reiten. Der Tag war lang und wir gehen zeitig zu Bett.

 

 

Samstag 30.05.09

6.30Uhr stehen wir auf und wieder ist es neblig. In gemütlicher Runde frühstücken wir wieder ausgiebig. Dann holen wir unsere Pferde und bereiten sie für den letzten Ritt vor. Gegen 10.00Uhr bricht zuerst Peter mit seiner Gruppe Richtung Heimat auf. Wir folgen ihm eine Viertelstunde später. Der letzte Tag verläuft ganz in Ruhe. Die Pferde haben viel geleistet und einen entspannenden Ritt verdient. Auf schmalen Waldwegen reiten wir hintereinander, wenn es die Wege zulassen auch nebeneinander. Mehrmals überqueren wir die wilde Weißeritz. Da versperrt uns ein Koppelzaun den Weg und wir müssen ein Stück zurück. Neugierig schauen uns die dort grasenden Pferde nach. Sie sind in dem dichten Nebel kaum zu sehen. Es ist urromantisch. Außer dem hellen Lied eines kleinen Vogels ist Stille um uns herum. Wir hören die Schritte unserer Pferde und das Rauschen des Regens, der auf die Blätter fällt. Eine Weinbergschnecke kriecht den Stamm einer Fichte hinauf. Was wird sie wohl da oben wollen?

Überall herrscht Ruhe, die sich auch auf unsere Vierbeiner überträgt. Jimmy, anfangs fast nur im Trab unterwegs, joggt jetzt ruhig unter mir. Es ist angenehm, ihn zu reiten. Auch ein kurzer Galopp kann ihn nicht mehr aus der Ruhe bringen.

13.40Uhr erreichen wir die Gaststätte „Zur Neuklingenberger Höhe“. Nachdem die Pferde gefressen haben, gehen auch wir, um für unser leibliches Wohl zu sorgen. Die Gaststätte ist vom Feinsten und obwohl wir mit unseren nassen Regensachen nicht so richtig hinein passen, werden wir sehr gut bedient.

Nach knapp zwei Stunden hat uns der Regen wieder. Meist reiten wir im Schritt oder Jogg. Der aufgeweichte Boden lässt nichts anderes mehr zu. An einigen Stellen können wir kurz galoppieren. Als wir dann vertrauten Boden erreichen, müssen wir die Pferde immer wieder erinnern, dass immer noch wir das Sagen haben. Sie wollen endlich heim und werden immer schneller.

Gegen 19.30Uhr erreichen wir den im tristen Grau liegenden Hof Andrä. Seit drei Tagen begleitet uns der Regen. Und nun da wir da sind, hört es auf. Es ist nicht zu glauben. Es regnet nicht mehr und ein kleines Stück blauer Himmel lugt zu uns herunter.

Nun wir haben nicht nur durchgehalten, sondern haben uns auch an Dingen erfreut, die uns bei schönem Wetter sicher nicht aufgefallen wären.

Und außerdem, bei schönem Wetter kann ja jeder reiten.

 

 

Auf diesem Wege, möchte ich mich vor allem bei Anita Stößer bedanken, die mich durch ihr Können und ihre Geduld dazu brachte, nicht nur auf dem Platz zu reiten, sondern auch am Wanderreiten Spaß zu haben und dass dadurch dieser Ritt und auch der Ritt nach Tschechien im vergangenen Jahr zu unvergesslichen Ereignissen werden konnten.

 

Bericht: Christa Mickel

 

 
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Karl May Fest 2009

 

Auch in diesem Jahr sind wir - wie jedes Jahr- wieder zum Karl-May- Fest geritten. Trotzdem wir auf dem Hinweg mit einem Gewitter zogen, war die Stimmung gut. Wir hatten viel Spaß: Aber das ist dort ja immer garantiert.

 

 

 
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5-Tages-Ritt nach Tschechien 2008

 

 

Montag, 20.10.2008
Nach einem guten Frühstück werden die Pferde von der Koppel geholt, gefüttert, geputzt und gesattelt und die Packtaschen, Schlafsäcke und Regenmäntel auf den Pferden gut befestigt. 10.15Uhr beginnt der große Ritt. Mit dabei sind: Unser Wanderreitführer, Peter auf Booger (Foxtrotter), sein 11-jähriger Sohn Felix auf Jimmy(Quarter Horse), Kraft, die gute Seele als Nachhut, auf Flic-Flac(Trakehner-Mix), Jens auf Sunny(Foxtrotter), Uwe auf Ariel(Trakehner-Mix), Christa (ich) auf Jo-Jo(Foxtrotter) und die beiden Schäferhunde von Peter und Uwe. Das Wetter ist herrlich. Es ist nicht zu warm und die Sonne scheint. Wir reiten durch den Tharandter Wald nach Hetzdorf. 12.30Uhr machen wir unsere Mittagspause in der Gaststätte „Zur Erholung“. Das Wetter ist so schön, dass wir im Freien essen können. Für die Pferde wurde schon im Voraus an allen unseren längeren Haltepunkten Heu stationiert. Nach einer zweistündigen Rast, die für die Erholung der Pferde notwendig ist, reiten wir Richtung Klingenberg weiter. Gegen 17.30Uhr erreichen wir unsere Unterkunft bei einem Reiterfreund, der uns in seinem Haus übernachten lässt und eine Koppel für die Pferde bereitstellt. Bei einem kleinen Lagerfeuer lassen wir uns das Abendbrot schmecken. Gegen 21.30Uhr finden wir uns nach und nach auf dem Dachboden zur Nachtruhe ein. Peter und sein Sohn schlafen in der Wohnstube auf dem Sofa.

 

 

Dienstag, 21.10.2008
7.30Uhr stehen wir auf, satteln die Pferde und reiten zur Talsperre Klingenberg, um in der Gaststätte „Lindenhof“ zu frühstücken. Felix ist total traurig. Sein Pferd lahmt. Seine Mutti holt Jimmy und ihn ab. Eigentlich wollte sie Muchacho mitbringen, aber ausgerechnet heute lahmt auch er, sodass für Felix der Reiturlaub erst einmal zu Ende ist. 11.30Uhr reiten wir entlang der Talsperre Klingenberg zur Talsperre Lehnmühle. Hier legen wir eine Ruhepause ein. Es ist wieder traumhaftes Wetter. Weiter führt uns unser Weg durch herrlich bunte Wälder, durch Täler, durch die Wilde Weißeritz, wir galoppieren über Wiesen und erreichen gegen 16.30Uhr im Oberdorf von Hermsdorf an der Seilbahn unser nächstes Nachtquartier. Auf der vorgelagerten Koppel begrüßen uns zwei Esel und zwei Koniks. Von hier aus haben wir einen herrlichen Ausblick. Nachdem wir unsere Pferde versorgt und auf die Koppel gebracht haben, richten wir uns in unserer Unterkunft, einem gemütlichen 200 Jahre alten Fachwerkhaus, ein. Unsere Gastgeberin hat das Abendessen schon fertig. Es gibt Reis mit Hühnerragout und Holundersuppe mit Hefeklöße. Da es zum Sitzen auf der Terrasse zu kalt ist, finden wir uns in einem extra dafür eingerichteten, geheizten Raum in gemütlicher Runde zusammen.

 

 

 

Mittwoch, 22.10.2008
6.45Uhr stehe ich auf. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, dass das Wetter heute gegen uns ist. Ausgerechnet heute, wo wir nach Tschechien reiten wollen. Es ist nebelig, kalt und es regnet. Aber was so richtige Wanderreiter sind, die stört so etwas nicht. Es gibt kein schlechtes Wetter nur unangepasste Kleidung. Trotzdem ist es traurig, da wir dadurch auch keine Fernsicht haben werden. Wir holen die Pferde von der Weide und bereiten sie für den Ausritt vor. Danach gehen wir erst einmal selbst frühstücken. Bei Rührei mit Speck, frischen Brötchen, Wurst und Käse und heißem Kaffee vergessen wir erst einmal das schlechte Wetter. Außerdem freuen wir uns, dass unser jüngstes Mitglied wieder zu uns gebracht wird. Seine Mutti rief an, dass Jimmy nicht mehr lahmt und dass sie ihn und Felix wieder zu uns bringen wird. 10.15Uhr sind alle bereit und dick eingemummelt und in Regenmäntel gehüllt, reiten wir in Richtung Moldawa. Felix hat leider kein Glück. Jimmy fängt wieder an zu lahmen. Kraft und Uwe reiten mit ihm wieder zurück. Schade, er wäre so gern mit dabei gewesen. Peter, Jens und ich reiten weiter. Es nieselt nur und in den Wäldern ist es ganz still. Man hört nur die Wassertropfen, die zu Boden fallen. Ein paar Rehe schauen uns aus dem Unterholz nach. Es geht bergauf und bergab. Wir galoppieren über Wiesen, die kein Ende nehmen wollen. Kurz vor Böhmisch-Georgendorf lassen wir die Pferde noch einmal grasen, dann suchen wir uns eine nette kleine Gaststätte, wo man für wenig Geld gut essen kann (Gulasch und Knödel und ein Wasser für 4€). Nach der obligatorischen zweistündigen Pause reiten wir 15.15Uhr wieder zurück, über die Grenze in Deutschgeorgendorf nach Holzhau in die Gaststätte „Bergstraße 10“ an der Bergstraße. Unterwegs fing es immer mehr an zu regnen. Ich habe inzwischen Eisfüße und bin froh, dass wir hier eine kurze Rast zum Aufwärmen machen. Ein Jagertee und ein Stück Quarkkuchen wecken die Lebensgeister wieder auf. Und da uns nun wieder warm ist und Bergfest ist, versüßen wir uns das ganze noch mit Vanilleeis und heißen Himbeeren. 17.15Uhr packen wir uns wieder ein und reiten über den Drachenkopf Richtung Gimmlitztal, an der Gimmlitzquelle vorbei, zurück nach Hermsdorf. Dort begleitet uns neugierig eine große Kuhherde hinter einem Elektrozaun, aber unsere Foxtrotter lassen sich davon gar nicht beeindrucken. 18.30Uhr haben wir es endlich geschafft. Etwas steif vor Kälte aber trotzdem glücklich, dass wir dem schlechten Wetter getrotzt haben, versorgen wir unsere Pferde. Zum Abendessen gibt es Mufflon- und Lammkeule, Klöße und Rotkraut. Es schmeckt alles wunderbar. Eigentlich war es noch gar nicht sicher, dass wir dieses schöne Essen am Abend bekommen würden, denn die Hunde hatten am Morgen den Topf mit dem vorbereiteten Essen, der draußen im Freien auf der Erde stand, geplündert. Sie hatten eben gedacht, dass es für sie dahin gestellt worden sei. Bis 23.30Uhr sitzen wir noch in gemütlicher Runde beisammen.

 

 


Donnerstag, 23.10.2008
6.45Uhr stehen wir auf. Das Waschen fällt kurz aus, denn bei 7°C im Badezimmer ist einem nicht wie Duschen. Wir holen die Pferde und versorgen sie. Gesattelt wird erst nach dem Frühstück, damit das Fell noch trocken werden kann. 10.00Uhr haben wir alles gepackt und verabschieden uns von unseren Gastgebern Antje und Peter. Wir reiten in zwei Gruppen, um Jimmy zu schonen. Es ist ein traumhafter Anblick, der sich uns an diesem Morgen bietet. Die Sonne scheint, letzte Nebelschwaden liegen noch in den Tälern und in den bunten Wäldern. Die beiden Koniks kommen angaloppiert. Es scheint, als wollen sie uns verabschieden. Dann geht es talwärts Richtung Schönfeld immer an der Wilden Weißeritz entlang zur Talsperre Lehnmühle. Ein Eisvogel erfreut unsere Sinne. Wir gönnen uns allen bei schönstem Sonnenschein eine kleine Rast. Der weitere Weg führt uns an der Wilden Weißeritz entlang bis zu einer Stelle, wo wir sie durchqueren müssen. Durch den Regen am Vortag führt sie sehr viel Wasser. Peter kommt mit Booger trocken auf die andere Seite. Aber Jens und ich versinken bis zu den Knien im kalten Wasser. Aber unsere Pferde bringen uns trotzdem sicher ans andere Ufer. Eine kurze Pause an einer sonnigen Stelle ist unbedingt notwendig, damit wir das Wasser aus unseren Schuhen gießen können. Richtung Talsperre Klingenberg reiten wir steile Berge hinauf und wieder hinab, am Fluss entlang über stille Waldwege und nach einem kurzen Anstieg erreichen wir gegen 14.30Uhr die Waldschänke. Hier essen wir zu Mittag und die nette Bedienung stellt uns einen Heizlüfter zur Verfügung, an dem wir unsere nassen Schuhe und Strümpfe trocknen können. Zwei Stunden später sitzen wir mit trockenen Sachen und gesättigt auf unseren Foxtrottern und reiten auf die andere Seite der Talsperre, wo wir im Lindenhof mit unseren drei anderen Reitern zusammentreffen. Nachdem sich die Männer gestärkt haben, brechen wir 17.30Uhr zu unserem Nachtquartier in Klingenberg auf. Peter fährt mit unserem Gastgeber einkaufen, um für unser leibliches Wohl am letzten Abend und am nächsten Morgen zu sorgen. Dann sitzen wir noch bis Mitternacht in gemütlicher Runde beisammen und lassen die vergangenen Tage noch einmal an uns vorbeiziehen.

 

 


Freitag, 24.10.2008
Nach einer kalten Nacht klingelt 7.00Uhr der Wecker. Wir frühstücken und versorgen erst danach die Pferde, da sie sonst allein an der Straße stehen müssten. Wir reiten wieder in zwei Gruppen. Die zweite Gruppe nimmt, um Jimmy zu schonen, einen kürzeren, weniger strapaziösen Weg. Obwohl wir erst 10.00Uhr los reiten, ist es noch sehr kalt. Die Wiesen und Bäume sind voller Reif. Nur dort, wo die Sonne ihre warmen Strahlen hin schickt, erscheinen das Grün oder die bunten Blätter der Bäume. Die Luft ist klar und wir haben eine wunderbare Aussicht. Wir reiten im Schritt oder imWalk, um den Pferden nach den 4 anstrengenden Tagen einen ruhigen Ausklang zu bieten. Aber auch viele Wege, obwohl als Reitwege ausgeschildert, lassen eine andere Reitweise gar nicht zu. Einmal steigen wir sogar ab und führen, um die Pferde zu schonen. 12.30Uhr erreichen wir in Hetzdorf die Gaststätte „Zur Erholung“. Hier treffen wir uns mit den anderen, um nach einer längeren Pause die letzte Strecke in völliger Ruhe zurück zu legen. 17.30Uhr erreichen wir unseren Ausgangspunkt Neukirchen. Langsam geht die Sonne unter und der Reiterhof versinkt in einem herrlichen Abendrot. Nach dem Tränken und Füttern führen wir unsere Pferde, nun inzwischen schon im Dunkeln, auf die Koppel, wo sich alle erst einmal genüsslich im Gras wälzen. Fünf wunderbare Tage sind viel zu schnell vergangen. Auch wenn ein Tag verregnet war, hatte er trotzdem seinen Reiz. Wir waren eine wunderbare Truppe und auch unser Jüngster hat sich mit seinen 11Jahren über die 200 km tapfer geschlagen.

 

 


von der Teilnehmerin Christa Mickel


Bilder: Christa Mickel & Dr.-Ing. Jens Kardel
 
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3. EMFTHA Club-Meisterschaft

 

 

Die 3. EMFTHA Club-Meisterschaft fand vom 27.07.2007 - 29.07.2007 in Rüdnitz bei Berlin statt. Unser Zuchthengst Southern Smokey's Hurrikan belegte dabei folgende Plätze:

Klasse: Model-Halter Senior Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 6

 

Klasse Performance 2- Gait Senior Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 2

 

Klasse Performance 2- Gait Senior Mares/Stallions/Geldings 4+ years
Champion Class (Top 5 from #211+ #212 )

 

Platz 6

 

Klasse Western Pleasure 3- Gait Senior Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 7

 

Klasse Pleasure Class 2- Gait Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 1

 

Klasse Trail 3- Gait Mares/Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 3

 

Klasse Horsemanship 3-Gait Mares/Stallions/Geldings 4+ years

 

Platz 6

 

harry

 

 

 

 
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Turnier Rüdnitz 2006

 

 

Auf dem ersten Berlin/Brandenburger Foxtrotter Turnier (04.8. - 06.08.2006) belegte unsere "Scarlett" (Lady's Scarlett) mit Doreen Zenker folgende Plätze:

1. Platz im Western Pleasure Mares Vorlauf
2. Platz in der Novice Class
3. Platz im Amateur 2 Gait
3. Platz in 3 Gait Mares Vorlauf
3. Platz in 3 Gait Finale
3. Platz in Plaseure 2 Gait
3. Platz im Western Plaseure Finale
5. Platz in der Horsemanship
6. Platz im Model Senior

 

 

 
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EM Distanz 2006

 

 

Auf der Europameisterschaft 2006 (20.5.2006) belegte unsere "Crissy" (Lad's Cristal Image B.) überraschenderweise den 1. Platz über 25 Meilen. Booger wurde 2. und Memie Lou den 3. Platz. Lady's Scarlett belegte den 5. Platz. Es haben 9 Pferde an der EM teilgenommen.

 

 

 

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